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Sport hilft vor und nach Schlaganfall

aus: Informationsdienst Wissenschaft - idw - Pressemitteilung
Georg-August-Universität Göttingen, Thomas Richter, 19.12.2016 11:25

Ob Schlaganfallpatienten verlorene Fähigkeiten wiedererlangen können, hängt weitgehend davon ab, wie wandlungsfähig ihr Gehirn ist. Wissenschaftlerinnen der Universität Göttingen haben nun erstmals einen direkten Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und einer erhöhten Wandlungsfähigkeit des Gehirns nach einem Schlaganfall nachgewiesen.


Pressemitteilung Nr. 282/2016

Sport hilft vor und nach Schlaganfall
Göttinger Wissenschaftlerinnen belegen Zusammenhang zwischen Bewegung und Gehirnplastizität

(pug) Ob Schlaganfallpatienten verlorene Fähigkeiten wiedererlangen können, hängt weitgehend davon ab, wie wandlungsfähig ihr Gehirn ist. Für die Entwicklung guter Therapien ist es deshalb essentiell zu verstehen, wie sich die Fähigkeit des Gehirns und der Gehirnschaltkreise, sich zu reorganisieren, vor allem im Alter und nach einem Schlaganfall verbessern lassen. Wissenschaftlerinnen der Universität Göttingen haben nun erstmals einen direkten Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und einer erhöhten Wandlungsfähigkeit des Gehirns nach einem Schlaganfall nachgewiesen. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Frontiers in Aging NeuroScience erschienen und frei zugänglich.

Frühere Studien der Wissenschaftlerinnen der Abteilung Systemische Neurobiologie hatten bereits gezeigt, dass Mäuse, die in einer abwechslungsreichen Umgebung aufwachsen, mit freiem Zugang zu Laufrädern und erhöhten kognitiven und sozialen Anregungen, bis ins höhere Lebensalter ein jugendlicheres Gehirn behalten. In der neuen Studie testeten sie nun, ob körperliche Aktivität allein auch einen positiven Einfluss auf die Plastizität des Gehirns hat, und dies nicht nur im alternden Gehirn, sondern auch nach einem Schlaganfall.

„Wir konnten beobachten, dass die Mäuse mit Zugang zum Laufrad nicht nur ein jugendlicheres Gehirn bis ins hohe Alter besaßen, sondern auch vor den negativen Auswirkungen eines Schlaganfalls besser geschützt waren“, erläutert die Erstautorin Dr. Evgenia Kalogeraki. Ko-Autorin Dr. Justyna Pielecka-Fortuna fügt hinzu: „Selbst Mäuse ohne vorherige Laufraderfahrung zeigten eine verbesserte Erholung, auch wenn sie erst nach dem Schlaganfall mit dem Laufradlaufen begonnen haben.“

„Unsere Studie zeigt, dass körperliche Aktivität sowohl vorbeugend wirkt, als auch therapeutisch nach einem Schlaganfall eingesetzt werden kann“, fasst Abteilungsleiterin Prof. Dr. Siegrid Löwel die Ergebnisse zusammen. Die Wissenschaftlerinnen hoffen, dass sich auf diesen Befunden einfache, aber effektive Strategien aufbauen lassen, sowohl zur Prävention für Patienten, die anfällig für einen Schlaganfall sind, als auch zur Rehabilitation von Patienten, die bereits einen Schlaganfall erlitten haben.

Originalveröffentlichung: Evgenia Kalogeraki et al. Physical Exercise Preserves Adult Visual Plasticity in Mice and Restores it after a Stroke in the Somatosensory Cortex. Frontiers in Aging NeuroScience 2016. Doi: 10.3389/fnagi.2016.00212.

Kontaktadresse:
Prof. Dr. Siegrid Löwel
Georg-August-Universität Göttingen
Fakultät für Biologie und Psychologie
Abteilung Systemische Neurobiologie
Von-Siebold-Straße 6, 37075 Göttingen
Telefon (0551) 39-20161/60
E-Mail: sloewel@gwdg.de
Weitere Informationen finden Sie unter
http://systemsneuroscience.uni-goettingen.de
Arten der Pressemitteilung:

Quelle: Pressemitteilung:
http://idw-online.de/de/news665423


Text zuletzt bearbeitet / freigegeben am 19.12.2016 von:
Roland Bruzek

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