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Stand: 06.04.2002


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Stangerbad und Vierzellenbad (Hydroelektrische Bäder)

Text zuletzt bearbeitet von: Margret Urban-Bruzek


das Stangerbad wird auch als hydroelektrisches Voll- oder Dreiviertelbad bezeichnet. Es wird als Wannenbad mit der gleichzeitigen Anwendung eines Gleichstromes in einer speziellen Therapiewanne ausgeführt

- durch gerbstoffhaltige und andere arzneiliche Zusätze (Salze) entsteht eine bessere Leitfähigkeit des elektrischen Stromes
- 500-600 Liter Wasser in der Wanne

Je nach Schaltung kann eine Ganz- oder Teildurchströmung jedes Körperteils mit galvanischen oder faradischen Strom durchgeführt werden.
Die Dosierung des verabreichten Stromes erfolgt über einen Stromstärkeregler. Die jeweilige Schaltung richtet sich nach der ärztlichen Verordnung (Zahl der Anwendungen, Art des Bades und der Zusätze, Stromart, Strömungsrichtung und -dauer, Stromstärke und Wassertemperatur).

Wichtig: Am Anfang langsam mit der Stromstärke einschleichen und am Ende langsam wieder ausschleichen. Erst wenn der Strom aus ist, den Patienten aussteigen lassen, da sonst ein Stromschlag droht.

Wirkung des Wassers:
a) thermische Wirkung
b) Auftrieb
c) hydrostatischer Druck
d) chemische Wirkung der Zusätze

Wirkung des Stromes:
a) gefäßerweiternd, durchblutungsfördernd
b) schmerzlindernd
c) tonusregulierend
d) iontophoretische Wirkung

Stromstärke durchschnittlich 300-500 mA
Maximalwerte 1000-1200 mA
Man rechnet, dass etwa nur ein Drittel der angezeigten Stromstärke durch den Körper fließt. Durch Zugabe von Stangerbadzusätzen kann die Leitfähigkeit erhöht werden.

Wassertemperatur: 35-38° Celsius
teilweise auch 32-36° bei späterer Anwendung

Indikationen:

  • Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises
    - degenerative Veränderungen der Gelenke
    - Muskelrheumatismus
  • Erkrankungen des Nervensystems
    - Neuralgien (z. B. Ischias), Neuritiden
    - Reizungen von Nervengeflechten
    - Paresen (schlaffe Lähmungen)
  • arterielle periphere Durchblutungsstörungen
    - M. Sudeck, arteriosklerotische oder funktionelle Gefaesserkrankungen, Blausucht (Akrocyanose)
    - Obstipation atonisch (schlaffe Form)
    - posttraumatische Zustände
    - Wechseljahrsbeschwerden

Kontraindikationen:
fieberhafte Zustände, entzündliche Hauterkrankungen, Metallteile im Körper (Splitter)

Stromstärke
akute Zustände: niedrige Dosis=sensibel unterschwellig bis sensibel schwellig (wenig Kribbeln bis spürbares Kribbelgefühl)
chronische Zustände: höhere Dosis=sensibel überschwellig (deutliches Kribbeln bis Toleranzgrenze)
spastische Zustände: niedrigste Dosis=sensibel unterschwellig und nur absteigende Richtung
periphere schlaffe Lähmung: höchstverträgliche Dosis=Toleranzgrenze und nur aufsteigende Richtung

Badedauer bis zu 20 Minuten, Nachruhe erforderlich

Im Gegensatz zum Stangerbad wird das Vierzellenbad, ebenfalls ein Strombad im Sitzen durchgeführt. Dabei liegen Arme und Beine einzeln in kleinen Therapiebehältnissen mit Wasser, wo ebenfalls Strom angewendet wird. Es kann eine Längsdurchflutung von Armen zu den Beinen oder eine Querdurchflutung von einer zur anderen Seite durchgeführt werden. Die Wirkung sind ähnlich der des Stangerbades.


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Beitrag zuletzt aktualisiert am: 06.04.2002
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