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Die Heilkraft von Humus und Moor erforscht

Informationsdienst Wissenschaft - idw - Pressemitteilung
Private Universität Witten/Herdecke gGmbH, Dr. Olaf Kaltenborn,
08.09.2006

"Forschungsoffensive", Teil 12: Institut für Phytochemie der
Universität Witten/Herdecke ist dem Geheimnis des Humus auf der Spur /
Bald Medikamente auf Huminsäurebasis?

Humusstoffe sind als Recyclingprodukte der Natur die Träger von
Bodenfruchtbarkeit, aber auch in der Heilkunde werden sie seit
Jahrhunderten als Moorpackung und Moorbäder geschätzt. Aufgrund ihrer
einzigartigen Eigenschaften - nur Huminstoffe werden als
Biomakromoleküle mit chaotischer Struktur nicht unter genetischer
Kontrolle aufgebaut - ist zunehmend das Interesse der biomedizinischen
Grundlagenforschung auf sie gerichtet. Dabei geben die
allgegenwärtigen, für das Leben existenziell notwendigen Huminstoffe
in ihrem chemischen und biologischen Verhalten den Forschern große
Rätsel auf. Bisher war bekannt, dass sich Humine nur "unspezifisch" an
Stoffe in ihrer Umgebung "kleben" (binden) können.

Das Institut für Phytochemie (IPC) der Universität Witten/Herdecke
konnte erstmals mit biochemischen  Sensortechniken eine gezielte und
daher spezifische, reversible Bindung an lebenswichtige Stoffe
nachweisen. Damit ist ein neuer Weg aufgezeigt, die seit Jahrhunderten
den Mooren und Heilschlämmen in Volks- und Schulmedizin nachgesagten
Heilwirkungen theoretisch zu unterlegen: "Verantwortlich für die
medizinisch relevanten Wirksamkeiten von Huminstoffen (Huminsäuren)
ist neben bekannten unspezifischen auch eine erstmals nachgewiesene
biospezifische Bindung an zuckererkennende Eiweiße (Lektine)", so
Prof. Dr. Uwe Pfüller, Leiter des Wittener Instituts für Phytochemie.
Bisher waren nur unspezifische Kontakte von Huminsäuren mit lebendem
organischen Material bekannt. Pfüller: "Unsere Ergebnisse eröffnen für
die Forschung zur Entwicklung von Huminsäurepräparaten neue
Möglichkeiten der Ausnutzung der bakteriziden, antiviralen und
toxinbindenden Eigenschaften von Huminsäuren". Daraus können sich auch
neue Wege der Behandlung von Hauterkrankungen ergeben.  Bisher werden
bereits mit Erfolg Huminsäurepräparate in der Tiermedizin und in der
Fischzucht eingesetzt.

Darüber hinaus ist diese Interaktionsmöglichkeit der Huminstoffe mit
Mikroorganismen im Boden für die Interpretation und Erhaltung der
Bodenfruchtbarkeit und für das Verhalten von Umweltlasten interessant.
Huminstoffe sind im Boden Bindeglieder zwischen der anorganischen
("toten") und der organischen ("belebten") Welt.

Die Forschungsergebnisse des Instituts für Phytochemie wurden auf dem
13. Kongress der "International Humic Substances Society", 28.07. -
04.08. 2006 in Karlsruhe einer weltweiten Fachöffentlichkeit
vorgestellt.

Kontakt: Institut für Phytochemie, Prof. Dr. Uwe Pfüller, E-Mail: uwep@uni-wh.de,
Tel.: +49  (0) 2302/926-328



aus dem Newsletter Okt-2006 von Physioweb.de
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Text zuletzt bearbeitet / freigegeben am 08.09.2006 von:
Roland Bruzek

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