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Stand: 18.05.2011


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Tanja Donsbach



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Arthrose (Gelenkverschleiß)

Text zuletzt bearbeitet von: Tanja Donsbach


Arthrose Definition: Degenerative Gelenkerkrankung.

Zum verbesserten Verständnis der Entstehung und der Bedeutung von Gelenkarthrosen hier erst einmal einige allgemeine Informationen zu den Aufgaben eines Gelenkes:

1. Bewegung (ein Flüssigkeitsfilm, der von der inneren Gelenkschleimhaut gebildet wird, schützt das Gelenk bei Bewegung)

2. Stoßdämpfer (ein glatter und elastischer Überzug, der sogenannte Gelenkknorpel wirkt als Stoßdämpfer)

3. Halt (Gelenke haben wichtige Band- und Kapselstrukturen, die bestimmte Bewegungen zulassen und bestimmte verhindern)

Gelenke bestehen aus mehreren Teilen von Knochenstrukturen. Sie alle können in unterschiedlichem Maße betroffen sein, wenn ein Gelenk an Arthrose erkrankt. Insbesondere betroffen ist der Gelenkknorpel und Gelenkinnenhaut, die s.g. Synovialmembran.

In welchen Stadien entwickelt sich die Gelenkkrankheit Arthrose, und was ist Arthrose genau ?

Im Mittelpunkt aller Gelenkerkrankungen steht die Degeneration des Knorpelgewebes. Man teilt die Arthrose in zwei Stadien auf :

1) Frühstadium (primäre Arthrose). Im Frühstadium ist oft eine kleine Fläche, vom Schaden im Knorpelüberzug, auf dem Röntgenbild zu erkennen (Knorpelschaden). Kurz darauf treten erste Verdichtungen des Knochens, der unterhalb des erkrankten Knorpels liegt, auf. Sobald eine Knochenveränderung zu erkennen ist und bei entzündlich bedingter Schrumpfung der Gelenkkapsel, sprechen wir von Arthrose.

2) Spätstadium (sekundäre Arthrose). Zwischen dem Früh- und dem Spätstadium können viele Jahre liegen. Viele Arthrosepatienten befinden sich deshalb in einem Zwischenstadium. Im Spätstadium ist der Gelenkknorpel zum Teil vollständig abgerieben und verschwunden.Hierdurch reibt der freiliegende Knochen direkt auf dem Knochen der Gegenseite. Der physiologisch vorhandene Gelenkspalt ist deshalb verschwunden. Der Knochen ist wesentlich dichter und härter (keine Stoßdämpferfunktion mehr) und im Röntgenbild deutlich erkennbar. An den Rändern der Gelenke sind große knöcherne Ausziehungen s.g. Osteophyten). Diese führen zu einer Verbreiterung des Gelenkes. Diese Knochenzacken können sich bei bestimmten Bewegungen auch berühren und Schmerzen auslösen.

Ursachen der Arthrose:

  • Unfälle
  • Überlastungen
  • Angeborene Fehlformen (X- oder O-Beine)
  • Stoffwechselstörungen
  • Ernährungsfehler
  • Osteoporose
  • Entzündliche Gelenkprozesse
  • Metabolische Erkrankungen (Gicht, Chondrokalzinose)
  • Endokrine Erkrankungen (Hypothyreose)
  • Erworbene Formstörungen (M.Perthes, idiopathische Hüftkopfnekrose)

Folgen einer Arthrose:

  • Schmerzen (1. Anlaufschmerz, 2.Belastungsschmerz, 3. Ruheschmerz)
  • Schwellungen
  • Muskelverspannungen
  • Muskelatrophien
  • Entzündungsschübe
  • Ergußbildung
  • Begleitende Kapsel-Bandverletzungen
  • Verdickungen und Verformungen (Deformitäten)
  • Beginnende Bewegungseinschränkung (Kapselmuster: Bedeutet, das bestimmte Bewegungen in bestimmter Reihenfolge einschränken) bis hin zu Kontrakturen
  • Instabilität des Gelenkes

Für jedes Gelenk und jedes Stadium sind das Ausmaß und die Ausprägung dieser Vorgänge aber sehr verschieden. Man unterscheidet zwischen vielen verschiedenen degenerativen Gelenkerkrankungen.

Die am häufigsten vorkommenden sind die Coxarthrose (am Hüftgelenk) und die Gonarthrose (am Kniegelenk).

Therapieverfahren bei Cox- und Gonarthrose

Man unterscheidet zwischen konservativer und operativer Therapie.

Der Arzt berät den Patienten über den Ablauf des ausgewählten Therapieverfahrens.

Behandlungsablauf einer konservativen Therapie:

Aufklärung über die Erkrankung sowie deren Verlauf und die Therapieoptionen

  • Beratung über Prävention (Gewichtsreduktion, Belastungsregulation, Physiotherapie)
  • Regelmäßige Übungen zur Beseitigung von Muskeldefiziten
  • Mechanische Entlastung des Gelenkes (evtl. Gehstock zur Entlastung, Pufferabsätze, elastischer Fersenkeil)
  • Medikamentöse Therapie (Schmerzmittel, Antiphlogistika, Lokalanästhetika)
  • Regelmäßige physikalische Anwendungen

operative Verfahren siehe Coxarthrose und die Gonarthrose.

Bei der deutschen Arthrose Hilfe besteht die Möglichkeit kostenlose Lese-Exemplare anzufordern, in denen der Patient das Verständnis und das Wissen über seine Gelenke erfährt, um sie besser schützen zu können.




Externe Links und Quelle(n)

(externe Links außerhalb des Verantwortungsbereiches des Betreibers)

Niethard F., Pfeil J., Orthopädie, Duale Reihe, Stuttgart, 1992



Newsartikel zu Arthrose: (max. 10)

18.05.2011 - - Künstliche Gelenke - Höchste Qualität
11.12.2010 - - Große Unterschiede zwischen Krankenhäusern bei Hüftgelenkersatz
17.11.2010 - - arthroskopische Knorpeltransplantation am Hüftgelenk
02.07.2010 - - Arthrose-Forschung: Arthrose ist kein Gelnkevverschleiss sonder Erkrankung
24.06.2010 - - Aktuelle Daten über Kniegelenksarthrose ermittelt
09.09.2009 - - Gesunde Gelenke durch Knorpeltransplantation
21.08.2009 - - Forscherteam identifiziert Auslöser der Arthrose
05.08.2009 - - Bluttest für Risiko eines künstliches Knie-/Hüftgelenks entdeckt
08.04.2009 - - Kann der Körper Knorpeldefekte bei Arthrose selbst reparieren?
11.11.2008 - - Arthrosebehandlung: Muskelkräftigung wirksamer als Medikamente



Zeitschriftenartikel: (max. 12)

Koelling S, Kruegel J, Irmer M, Path JR, Sadowski B, Miro X, Miosge N, (2009)---Studie---
Migratory chondrogenic progenitor cells from repair tissue during the later stages of human osteoarthritis., Cell Stem Cell 2009;4(4):324-35 (bei MT-DOK)

Weigl M, Ewert T, Kleinschmidt J, Stucki G, (2006)---Studie---
Measuring the outcome of health resort programs., J Rheumatol 2006;33(4):764-70 (bei MT-DOK)

Borchers M, Kröling P, Sigl T, Stucki G (2005)---Studie---
ICF-basiertes Assessment in der rehabilitativen Therapie - dargestellt anhand des ICF-Modelblatts am Beispiel Kniegelenksarthrose, Phys Med Rehab Kuror; (2005); 15:210-215 (bei MT-DOK)

Kennedy DM, Stratford PW, Wessel J, Gollish JD, Penney D, (2005)---Studie---
Assessing stability and change of four performance measures: a longitudinal study evaluating outcome following total hip and knee arthroplasty., BMC Musculoskelet Disord 2005;6:3 (bei MT-DOK)

Dreinhöfer K, Stucki G, Ewert T, Huber E, Ebenbichler G, Gutenbrunner C, Kostanjsek N, Cieza A, (2004)---Studie---
ICF Core Sets for osteoarthritis., J Rehabil Med 2004(44 Suppl):75-80 (bei MT-DOK)

Piva SR, Fitzgerald GK, Irrgang JJ, Bouzubar F, Starz TW, (2004)---Studie---
Get up and go test in patients with knee osteoarthritis., Arch Phys Med Rehabil 2004;85(2):284-9 (bei MT-DOK)

Bruce B, Fries JF, (2003)---Studie---
The Stanford Health Assessment Questionnaire: a review of its history, issues, progress, and documentation., J Rheumatol 2003;30(1):167-78 (bei MT-DOK)

Bruce B, Fries JF, (2003)---Studie---
The Stanford Health Assessment Questionnaire: dimensions and practical applications., Health Qual Life Outcomes 2003;1:20 (bei MT-DOK)

Loudon JK, Wiesner D, Goist-Foley HL, Asjes C, Loudon KL, (2002)---Studie---
Intrarater Reliability of Functional Performance Tests for Subjects With Patellofemoral Pain Syndrome., J Athl Train 2002;37(3):256-261 (bei MT-DOK)

Brosseau L, Balmer S, Tousignant M, O'Sullivan JP, Goudreault C, Goudreault M, Gringras S, (2001)---Studie---
Intra- and intertester reliability and criterion validity of the parallelogram and universal goniometers for measuring maximum active knee flexion and extension of patients with knee restrictions., Arch Phys Med Rehabil 2001;82(3):396-402 (bei MT-DOK)

Holm I, Bolstad B, Lütken T, Ervik A, Røkkum M, Steen H, (2000)---Studie---
Reliability of goniometric measurements and visual estimates of hip ROM in patients with osteoarthrosis., Physiother Res Int 2000;5(4):241-8 (bei MT-DOK)

Stelian J, Gil I, Habot B, Rosenthal M, Abramovici I, Kutok N, Khahil A, (1992)---Studie---
Improvement of pain and disability in elderly patients with degenerative osteoarthritis of the knee treated with narrow-band light therapy., J Am Geriatr Soc 1992;40(1):23-6 (bei MT-DOK)

Zeitschriftenartikel hinzufügen über MT-DOK.de (pubmed-ID)



Beitrag zuletzt aktualisiert am: 23.05.2002
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